Originaltitel:

„Postnatal dietary fatty acid composition permanently affects the structure of hypothalamic pathways controlling energy balance in mice.“

 

Lidewij Schipper et all. American Journal of Clinical Nutrition, December 2013 vol. 98 no. 6 1395-1401

Link zum Artikel: http://ajcn.nutrition.org/content/98/6/1395.abstract

Hintergrund:

In einem früheren Paper haben wir darüber berichtet, dass die Qualität der Fettsäuren in der Ernährung in den ersten Lebensphasen dauerhafte und anhaltende Auswirkungen auf die metabole Gesundheit sowie die Entwicklung von Adipositas hat. Eine postnatale Ernährung welche entweder einen niedrigen Omega-6- oder einen hohen Omega-3 Fettsäurenanteil hatte, resultierte in einer reduzierten Körperfettakkumulation wenn die jugendlichen Versuchstiere mit einer typischen westlichen Diät konfrontiert wurden.

Ziel:

Ziel der Studie war es, herauszufinden ob dieser Effekt von Veränderungen in den neuronalen Struktur des Hypothalamus oder von Modifikationen im postnatalen Leptinanstieg ausgeht. Dies würde auf eine Veränderung in der Entwicklung bestimmter Strukturen im Hypothalamus hinweisen, welche für die Kontrolle der Energiebalance zuständig sind.

Design

Neugeborene Mäuse wurden in drei Gruppen unterteilt. Eine Kontrollgruppe (CTR), eine Gruppe mit niedrigem Omega-6 Gehalt (LOW n-6) und eine Gruppe mit hohem Omega-3 Gehalt (HIGH n-3) im Verhältnis zur Kontrollgruppe. Die Mäuse wurden 42 Tage lang so gefüttert. Ab dem Tag 42 erhielten die Versuchstiere eine typische westliche Diät.

Resultate

Im Vergleich mit den Kontroll-Mäusen zeigten sowohl die LOW n-6 Mäuse als auch die HIGH n-3 Mäuse eine signifikante Reduktion in der Dichte von sowohl orexigenen (Appetit fördernd) als auch anorexigenen (Appetit hemmend) neuronalen Projektionen zum paraventriculären Nucleus des Hypothalamus. Diese Veränderungen blieben bis in das Erwachsenenalter (Adoleszenz) erhalten und blieben nach Einführung der westlichen Diät erhalten. Diese neuroanatomischen Veränderungen waren jedoch nicht mit einer Veränerung des postnatalen Leptinanstiegs verbunden.

Conclusio:

Auch wenn die genauen Mechanismen noch aufzuklären sind, so weisen unsere Ergebnisse darauf hin, dass die Fettsäurenzusammensetzung in der postnatalen Ernährung die Entwicklung der zentralen Regulationsmechanismen der Energiebalance nachhaltig beeinflusst. Diese Beeinflussung scheint unabhängig von Leptin zu geschehen.

English Abstract

Abstract

Background: We previously reported that dietary lipid quality during early life can have long-lasting effects on metabolic health and adiposity. Exposure to a postnatal diet with low dietary omega-6 (n−6) or high omega-3 (n−3) fatty acid (FA) content resulted in reduced body fat accumulation when challenged with a moderate Western-style diet (WSD) beginning in adolescence. Objective: We determined whether this programming effect is accompanied by changes in hypothalamic neural projections or modifications in the postnatal leptin surge, which would indicate the altered development of hypothalamic circuits that control energy balance.

Design: Neonatal mice were subjected to a control diet (CTR) or experimental diet with altered relative n−6 and n−3 FA contents [ie, a diet with a relative reduction in n−6 fatty acid (LOW n−6) or a diet with a relative increase in n−3 fatty acid (HIGH n−3) compared with the CTR from postnatal day (PN) 2 to 42].

Results: Compared with CTR mice, mice fed a LOW n−6 or HIGH n−3 during postnatal life showed significant reductions in the density of both orexigenic and anorexigenic neural projections to the paraventricular nucleus of the hypothalamus at PN 28. These impairments persisted into adulthood and were still apparent after the WSD challenge between PNs 42 and 98. However, the neuroanatomical changes were not associated with changes in the postnatal leptin surge.

Conclusion: Although the exact mechanism remains to be elucidated, our data indicate that the quality of dietary FA during postnatal life affects the development of the central regulatory circuits that control energy balance and may do so through a leptin-independent mechanism.

Link zum Artikel:

http://ajcn.nutrition.org/content/98/6/1395.abstract

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Julia Tulipan ist Biologin (Mag.) und Personal Fitness and Health Trainer (Dipl.) und schreibt für verschiedene Online-Magazine und für ihr eigenes Blog paleolowcarb.de vor allem zu den Themen gesunde und artgerechte Ernährung und Bewegung. Julia hat selbst lange mit ihrer Gesundheit gekämpft. So wurde ihr Interesse an gesunder Ernährung geweckt. Seither hat sie sich mit Low Carb und der Paleo-Ernährung Stück für Stück mehr Lebensqualität zurück erkämpft. Heute verhilft sie auch als Food-Coach und Personal Trainerin anderen zur Topform. Von Julia kannst Du Dich hier individuell beraten lassen.
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