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In dieser Folge:

  • Welche Vorteile Innereien für Dich haben und warum Du nicht darauf verzichten solltest
  • Warum Innereien so richtig paleo sind und wie sie zubereitet werden
  • Was „Nose-ToTail“ eigentlich bedeutet und das Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielt
  • Statistiken: Zahlen, Daten und Fakten

 

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Kurze Zusammenfassung

In dieser Folge erfährst Du eine sehr gute Zusammenfassung zum Thema Innereien bzw. Nose-To-Tail-Eating (das ganze Tier essen) und warum Du auf gar keinen Fall auf diese Leckereien verzichten solltest. Verschiedene Innereien werden nacheinander vorgestellt, es werden Dir Tipps für die Zubereitung gegeben und die Vorteile für Deine Gesundheit aufgezeigt. Zu guter letzt erfährst Du auch etwas zu den aktuellen Statistiken in Deutschland bzgl. dem Rückgang des Verzehrs von Innereien und der prozentualen Verwertung des Tiers.

Gäste

  • Keine

Shownotes

Innereien sind ein zentraler Teil jeder traditionellen Ernährung und auch der Jäger-Sammler Ernährung. Gerade, die traditionelle Wiener Küche ist voll von solchen Rezepten – Hirn mit Ei, Nierndln, Blunzen (Blutwurst), Beuschel.

Menschen haben die Lust auf Innereien verloren. Möglicherweise durch die Angstmache rund um Cholesterin und Fett und zusammen mit der Massentierhaltung und Nachhaltigkeit. Man nutzt das ganze Tier, anstatt nur die mageren Teile zu essen.

2013 entstanden bei 11,4 Millionen Tonnen Lebendgewicht der geschlachteten Tiere rund 4,9 Millionen Tonnen „tierische Nebenprodukte“ – worunter alles fällt, was für den menschlichen Verzehr nicht geeignet ist oder nicht nachgefragt wird: Borsten, Fette, Knochen, Innereien, Magen- und Darminhalte und vieles mehr.

  • heutige Gesellschaft legt keinen Wert mehr auf Innereien
  • Unsere Vorfahren erlebten immer wieder Zeiten von Überschuss und Hungersnot, weshalb jede Kalorienquelle optimal verwertet werden musste, es wurde jeder Teil des Tiers gegessen
  • Die Ureinwohner Amerikas und andere Stammesgruppen und Heiler glaubten, dass der Verzehr von Organen auch die Gesundheit ihrer eigenen Organe verbessern würde

Achte bei Innereien darauf, dass diese von mit Gras gefütterten, auf der Weide aufgezogenen und nicht von industriell aufgezogenen Tieren stammen. Am besten vom örtlichen Bauernhof. Informationen zum Thema Innereien während und nach der Schwangerschaft erfährst Du hier.

Zunge (Muskel)

  • Kalorienanteil besteht zum größten Teil aus Fett
  • Zungen enthalten etwa 70% Fettsäuren und sind daher sehr zart

Herz (Muskel)

  • Vom Geschmack und der Textur lässt es sich mit Steak oder Rinderbrust vergleichen
  • gute Einsteiger-Innerei / Muslelfleisch
  • sehr gute Quelle für Eisen, Zink, Selen, B-Vitamine wie B2, B6, B12 und Folsäure, Magnesium
  • reich an Coenzym Q10, einem wichtigen Enzym für die Gesundheit und die mitochondriale Energieproduktion
Rezept

Leber

  • das nährstoffdichteste Organ auf dem Planeten und enthält spezifische Formen der bioverfügbaren Nährstoffkomplexe, die anderswo nur schwer zu bekommen sind.
  • sehr viel Vitamin A, auch Retinol genannt, wobei 85 Gramm Rinderleber gut 26.973 IU Vitamin A und Hühnerleber ca. 15,306 IU enthalten.
  • Leber ist zudem die reichste Quelle von B12, enthält alle B-Vitamine
  • mit Apfel und Zwiebel anbraten, erst am Teller salzen, sonst wird sie trocken

Niere

  • nährstoffreich mit einer breiten Palette von Aminosäuren
  • die Rinderniere ist eine sehr gute Option, da diese am mildesten im Geschmack ist
  • die Nieren vor dem Kochen in gekühltem Wasser mit einer Prise Salz einweichen, um den Geschmack weiter zu mildern, nach 2 Stunden Einweichzeit kannst Du die Nieren dann kochen, anbraten oder dünsten
    • Zu Niere passt Kokosmilch und alle Asiatischen Gewürze und Kräuter, auch Ingwer und Koriander

Gehirn

  • reichste Quelle von den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA
  • Nährstoffe wie Phosphatidylcholin und Phosphatidylserin, welche die neurologischen Funktionen fördern
  • reich an Anti-Oxidantien wie Carnosin, Carotinoide und Tocopherole, welche das neurologische Gewebe vor oxidativem Stress schützen.
  • Rinderhirn geniessen oder du isst Fischköpfe
Rezept

Kutteln

  • Magenschleimhaut von Schafen, Ziegen, Rind und Rotwild
  • sehr gute Quelle für Mikronährstoffe, Gelatine und Probiotika, können das Verdauungssystem verbessern
  • Darm und Pansen müssen unbedingt richtig zubereitet werden, da sie sonst sehr gummiartig sind
  • Pansen in einem großen Topf Knochenbrühe zubereiten

Beuschel (Österreichisch)

  • Lunge, Herz und Niere vom Kalb

Knochenmark

  • Reich an Mineralstoffen, Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium, Glutamin

Zahlen, Daten und Fakten:

  • In Deutschland gab es noch in den 1960er und 1970er Jahren in Privathaushalten, aber auch in Kantinen und Gaststätten jede Menge Rezepte, die auf maximaler Verarbeitung frischer Produkte basierten – für Blutwurst und Kuttelsuppe, Hirn und Zunge bis zu Leber und Niere, Eisbein und Ochsenschwanz.
  • Dann sanken die Preise für Fleisch im Vergleich zum Einkommen. Die „Arme-Leute“-Produkte wurden verdrängt; Supermärkte zerstörten mit ihren Frischfleischtheken die Infrastruktur der kleinen Metzgereien; Tierseuchen und Fleischskandale mehrten sich; die Menschen begannen, sich vor den Nebenprodukten der Schlachterei zu ekeln.
  • Die Nachfrage ging rapide zurück: 1984 aß jeder Westdeutsche im Durchschnitt noch 1,5 Kilo Innereien. Im Jahr 2002 waren es (in ganz Deutschland) noch 650 Gramm, im Jahr 2013 noch 150. Insgesamt sank der Fleischkonsum in diesem Zeitraum um 10 Prozent.
  • Je nach Art verzehrt der Mensch jeweils 40 bis 55 Prozent, etwa ein Drittel machen die „edlen“ Fleischteile – vor allem die sprichwörtlichen Filetstücke – aus.
  • Der Rest wird exportiert oder mit den traditionellen Schlachtresten an Haustiere verfüttert, in der Chemie- und Düngemittelindustrie verwendet oder als „Biokraftstoff“ in den Tank gefüllt.

Anderes

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Software

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Literatur

Artikel und Studien

  • Marsh, E. (2013, Sep). Ten food waste facts to make you stop and think. In Love Food Hate Waste. Retrieved fromhttp://england.lovefoodhatewaste.com/blog/2013/09/ten-food-waste-facts-make-you-stop-and-think
  • Kresser, C. (2013, Aug). How to eat more organ meats. In Chris Kresser. Retrieved from http://chriskresser.com/how-to-eat-more-organ-meats/
  • Garler, P. J. (2006, Jun). Toxicity of Methionine in Humans. In Journal of Nutrition Vol. 136 no. 6 1722S-1725S. Retrieved from http://jn.nutrition.org/content/136/6/1722S.full.pdf+html
  • Minger, D. (2013, March). Denise Minger Meet Your Meat: An Objective at a Controversial Food. In YouTube. Retrieved from https://www.youtube.com/watch?v=VaEBMoHFrQA
  • https://www.boell.de/de/2014/10/15/fleischkonsum-abfall-verschwendung

Webseiten

JULIAS BLOG

http://PaleoLowCarb.de/

PAWELS BLOG

http://superhumanoid.de

 

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Julia Tulipan ist Biologin (Mag.) und Personal Fitness and Health Trainer (Dipl.) und schreibt für verschiedene Online-Magazine und für ihr eigenes Blog paleolowcarb.de vor allem zu den Themen gesunde und artgerechte Ernährung und Bewegung. Julia hat selbst lange mit ihrer Gesundheit gekämpft. So wurde ihr Interesse an gesunder Ernährung geweckt. Seither hat sie sich mit Low Carb und der Paleo-Ernährung Stück für Stück mehr Lebensqualität zurück erkämpft. Heute verhilft sie auch als Food-Coach und Personal Trainerin anderen zur Topform. Von Julia kannst Du Dich hier individuell beraten lassen.
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