Das Problem an Brot ist, das es so „emotional “ ist. Wir verknüpfen so viele positive Erinnerungen daran. Ich weiß nicht ob es alleine an der opioidartigen Wirkung von Glutenproteinen liegt oder was da sonst noch mitspielt. Das Brot meiner Kindheit, war ein riesiger, dunkler Leib sehr dichtes Sauerteigbrot. Das Bergheimer-Brot, so genannt, weil  man es nur in einer kleinen Bäckerei in Bergheim (Salzburg) bekommen konnte, war also mein „comfort food“. Man konnte es ganz dünn aufschneiden und es wurde sogar besser, wenn es ein paar Tage alt war.

Na ja, heute ist das anders. Ich habe Brot, bis auf sehr seltene Ausnahmen, vollkommen aus meiner Ernährung gestrichen. Ich bin extrem glutensensitiv und auch nur kleine Mengen haben äußerst unangenehme Konsequenzen.

Ich bin eigentlich kein Freund von zu viel low carb  „Ersatz“ Produkten in der Ernährung. Ich denke, gerade am Anfang ist es besonders wichtig die Grundprinzipien wirklich zu verstehen und so clean wie möglich zu essen. Es gibt allerdings Situationen, da ist es gut, Alternativen zu haben und genau für solche Situationen ist dieses Brot bestens geeignet. Ich habe viele low-carb Brotrezepte ausprobiert und war eigentlich immer enttäuscht. Die meisten, sind sehr krümelig und schmecken eher wie salziger Kuchen. Nach einigen Experimenten bin ich dann auf folgendes Rezept gestoßen und muss sagen, dass ist das beste low-carb Brot, das ich je gegessen habe. Es ist leicht und luftig, enthält kein Sojamehl, keine Gluten, kein Pseudogetreide. Die Knusprigkeit geht nach einem Tag etwas verloren. Darum würde ich empfehlen, das Brot dann unbedingt zu toasten – so wird es wieder herrlich knusprig.

Luftiges_Sonnenblumenbrot

Zutaten

  • 240 g Eiweiß (ca. 6 Eier) oder 6 EL Eiklarpulver aus Freilandhaltung (von Proteinvital)
  • 100 ml warmes Wasser, wenn du das Eiklarpulver verwendest dann brauchst du 400 ml Wasser
  • 35 g Sauerteig Startermischung (die ist meistens aus Roggen oder Dinkel. Durch den Prozess der Ansäuerung sollten kaum noch Gluten vorhanden sein. Es gibt aber auch glutenfreien Sauerteig)
  • 25 g Flohsamenschalen (Pulver)
  • 50 g goldene Leinsamen, geschrotet (oder dunkle Leinsamen)
  • 35 g Leinsamenmehl
  • 35 g Mandelmehl
  • 1 EL Brotgewürze
  • 1 EL Kümmel
  • Salz (ca. 2  gehäufte Teelöffel)

so geht’s

  1. Backrohr auf 160 °C Umluft vorheizen
  2. Eiweiß leicht schlagen und 100 ml dazu geben. Oder nur das Eiklarpulver mit allen anderen Zutaten vermischen.
  3. Dann alle anderen Zutaten dazu geben und zuerst mit dem Handmixer durchmixen und dann mit einem Teigspatel weiter unterheben.
  4. Die Masse beginnt langsam einzudicken. Die Konsistenz sollte die, von zähem Kuchenteig sein.
  5. In eine Kastenform geben und ca. eine Stunde backen. Dann herausstürzen und noch einmal für ca. 30 Minuten nachbacken.
  6. Alternativ kannst du auch kleine Brötchen formen. Die Masse sollte so 6 Brötchen ergeben.
  7. Vor dem Anschneiden auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.
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Julia Tulipan ist Biologin (Mag.) und Personal Fitness and Health Trainer (Dipl.) und schreibt für verschiedene Online-Magazine und für ihr eigenes Blog paleolowcarb.de vor allem zu den Themen gesunde und artgerechte Ernährung und Bewegung. Julia hat selbst lange mit ihrer Gesundheit gekämpft. So wurde ihr Interesse an gesunder Ernährung geweckt. Seither hat sie sich mit Low Carb und der Paleo-Ernährung Stück für Stück mehr Lebensqualität zurück erkämpft. Heute verhilft sie auch als Food-Coach und Personal Trainerin anderen zur Topform. Von Julia kannst Du Dich hier individuell beraten lassen.
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