Wir alle haben schon oft gehört wie gesund fermentierte Lebensmittel, wie zum Beispiel Sauerkraut, sind. Doch die wenigsten wissen, dass viele dieser Produkte, wenn man sie im Supermarkt kauft, pasteurisiert sind. Das bedeutet, sie werden erhitzt um Bakterien abzutöten. Was dazu dient, das Lebensmittel länger haltbar zu machen, hat leider auch die Konsequenz, dass all die guten Bakterien, die ja gerade fermentiertes so unglaublich gesund machen, abgetötet werden.

Zum Glück ist es ganz einfach Sauerkraut selber herzustellen und ich zeige dir in dem Video wie das geht.  Die Inspiration endlich einmal selber Kraut zu fermentieren kommt von Irena Macri. Sie ist eigentlich Australierin (mit Polnischen Wurzeln), die in London lebt und arbeitet. Ich habe sie dieses Jahr bei Health Unplugged kennen gelernt. Ihr Buch gibt es auch auf Deutsch:

 

 

Was brauchst du um dein eigenes probiotisches Super-Food zu zaubern?

Material:

  • großes Schraubglas
  • große Schüsse
  • Gummihandschuhe
  • idealerweise eine Küchenmaschine, geht aber auch ohne

Zutaten:

  • 1 großer Krautkopf, weiß oder rot – das ist egal
  • 3 EL Meersalz (unjodiert) – es ist wichtig, dass das Salz unjodiert ist. Jod ist antibakteriell und würde das Bakterienwachstum hemmen.

 

Zubereitung:

  1. Kraut in der Küchenmaschine klein Raspeln. Alternativ muss man das Kraut mit einem scharfen Messer fein nudelig schneiden.
  2. Alles in eine große Schüssel geben und mit dem Salz bestreuen.
  3. Nun das Kraut durchkneten. Die Gummihandschuhe sind da sehr angenehm, weil bei das Salz doch auf der Haut brennt. Bei Rotkraut würde man sonst auch ganz lila Hände bekommen. Das ist auch nicht so fein.
  4. Jetzt braucht es etwas Geduld. Das Kraut so lange fest durchkneten, bis es beginnt Flüssigkeit abzugeben. Im Video seht ihr wie das ausschauen soll.
  5. Sobald du etwas Flüssigkeit beisammen hast, das Kraut sehr fest in das Schraubglas stopfen. Es sollten möglichst keine Taschen mit Luft im Kraut bleiben. Dann die Lacke drüber gießen.
  6. Das Kraut muss vollständig bedeckt sein. Ist nicht genügend Lacke da, dann einfach etwas Wasser dazugeben.
  7. Nun an einem hellen, warmen Ort stehen lassen. In den ersten 24 Stunden solltest du das Glas immer wieder öffnen und Gas herauslassen. Machst du das nicht, dann kann das Ganze explodieren. Danach ist es dann ungefährlich und du kannst es einfach stehen lassen.
  8. Essbar ist es bereits nach 24 Stunden. Je länger du es stehen lässt um so mürber wird das Kraut. Ist also Geschmackssache.

Viel Erfolg!

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Julia Tulipan ist Biologin (Mag.) und Personal Fitness and Health Trainer (Dipl.) und schreibt für verschiedene Online-Magazine und für ihr eigenes Blog paleolowcarb.de vor allem zu den Themen gesunde und artgerechte Ernährung und Bewegung. Julia hat selbst lange mit ihrer Gesundheit gekämpft. So wurde ihr Interesse an gesunder Ernährung geweckt. Seither hat sie sich mit Low Carb und der Paleo-Ernährung Stück für Stück mehr Lebensqualität zurück erkämpft. Heute verhilft sie auch als Food-Coach und Personal Trainerin anderen zur Topform. Von Julia kannst Du Dich hier individuell beraten lassen.
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