Letztes Wochenende fand der 3. Kongress für menschliche Medizi in Frankfurt satt. Unter der Schirmherrschaft von Prof. Jörg Spitz und Mag. Uwe Gröber. Der Veranstaltungsort, der Campus der Goethe Universität, bildete hier einen würdigen Rahmen. Organisation, kulinarische Versorgung und die einzelnen Vortragenden waren wirklich die Reise wert. Es ist schön zu sehen, dass es auch im deutschsprachigen Raum, viel Ärzte und Wissenschaftler gibt, die die Empfehlungen der DGE in Frage stellen und außerhalb der Box denken.

Das Schwerpunktthema des diesjährigen Kongresses war Demenz. Doch es ging auch im weiteren Sinne um das Gehirn und die Mitochondrien, ein Up-Date zu Vitamin D und Mikronährstoffversorgung.

 

Samstag 16.04. 2016

 

Mikronährstoffe in der Vorbeugung und Therapie von Demenz und Alzheimer (DAT)

Uwe Gröber

Oxidativer Stress; AGEs und Entzündung sind an der Entwicklung von Alzheimer und Demenz (DAT) maßgeblich beteiligt. Die Zellmembranen des zentralen Nervensystems sind auf Grund ihres hohen Anteils an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, besonders empfindlich auf Lipidperoxidation. Neben einer entsprechenden Ernährungsumstellung, ist auch die Versorgung mit Mikronährstoffen, die antioxidative, antientzündliche sowie mitotrope und neuroprotektive Eigenschaften haben, sowohl in der Prävention als auch in der Therapie von DAT wichtig.

Als besondere Mikronährstoffe wären zu nennen: Vitamin C, alle B-Vitamine, Omega-3 Fettsäuren, Alphaliponsäure, Vitamin D, Eisen, Q10, Vitamin E, Glutathion und Carnitin.

http://www.vitaminspur.de/

 

Healture – Brainfood – mit Kantinenessen gegen Demenz

Andreas Rauth

Andreas Rauth stellt ein Pilotprojekt zur Betrieblichen Gesundheitsförderung vor. Die Firma accenture hat mit ihrem Pilotprojekt „Healture – Brainfood“ eine neue Ära der betrieblichen Verantwortung eingeleitet. Die krankheitsbedingten Kosten sind in Firmen enorm und steigen jährlich an. Das wichtigste Asset einer Firma, gesunde, leistungsfähige und belastbare Mitarbeiter, schwächelt. Accenture hat, unter der Leitung von Andreas Rauth, das Brainfood Konzept in die Kantine eingeführt. 130 Mitarbeiter werden nun, als Pilotprojekt, mit richtigem und gesundem Essen versorgt.

Die Resonanz ist enorm und die ersten Ergebnisse sind überzeugend. Man kann nur hoffen, dass „Healture – Brainfood“ zu einem Konzept wird, das auch andere Firmen, Schulen und Kindergärten einsetzen können.

http://healture.de/

Magnesium und Alzheimer

Prof. Dr. med. Klaus Klister

Prof. Klister, Internist aus Münster, und beschäftigt sich seit 30 Jahren mit Magnesium. Magnesium ist ein unglaublich wichtiger Mikronährstoff. Es ist Bestandteil der Elektronentransportkette in den Mitochondrien, es gibt 300 magnesiumabhängige Enzyme und Proteine, es ist ein Calciumantagonist und entspannt die Gefäße und es ist zentral im Energiestoffwechsel der Nervenzellen. Besonders in der Prävention hat Magnesium einen hohen Stellenwert.

 

HRV – das Fenster zur Physiologie des Menschen

Dipl. Ing. Florian Wolf

Stress und stressbezogene Erkrankungen, sind ein weltweites Problem. Während die Ursachen sicherlich multifaktoriell sind, so ist die Früherkennen ein wichtiger Punkt. Die HRV (Herzraten Variabilität) ist ein evidenzbasiertes und objektives Werkzeug um Stress, Erholung und individuelle Stresstoleranz sichtbar und messbar zu machen. In Kombination mit einem ausführlichen Anamnesegespräch und einer 24h HRV Messung lässt sich der individuelle Zustand es CNS und die Stressreaktion feststellen. Mit diesen Daten können dann Stressoren erkannt werden und an Lösungen gearbeitet werden.

www.yourprevention.de

Wie uns die Zucker-Mafia krank macht

Hans-Ulrich Grimm

Der Journalist Hans-Ulrich Grimm, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Industrie hinter dem Zucker. Er konnte zeigen, dass Zucker nicht nur eine starke Wirtschaftsmacht ist, sondern auch aktiv von Politik und Staat gefördert werden. Zentrale Persönlichkeiten, sind sowohl an der Erarbeitung von Ernährungsempfehlungen beteiligt, stehen aber auch auf der Gehaltsliste der Lebensmittelindustrie stehen.  Wie kann das sein?

 

Gesunde Zucker – gibt’s die?

Dr. med. Kurt Mosetter

Die Überladung mit Zucker, Kohlenhydraten und Getreideprodukten ist unumstritten eine Wurzel des Übels. Doch wie so oft, sind natürlich nicht alle „Zucker“ gleich. Dr. Mosetter beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem therapeutischen Einsatz der Galactose, einem Zucker, der vor allem in Muttermilch vorkommt.

Ähnlich den Ketonen, kann die Galactose als Ersatzzucker im den geschädigten Gehirnzellen dienen.

http://www.myoreflextherapie.de/

Spiraldynamik – vom Scheitel bis zur Sohle

Dr.med. Christian Larsen

Intelligent Movement, das ist die Devise von Dr. Larsen. Er sagt: „In Sachen Bewegungsqualität sind die meisten Menschen beim ABC-Schreiben stecken geblieben. Egal ob in der Arbeit oder im Fitnessstudio, sie wiederholen die gleichen stereotypen Bewegungen“. Unser Körper – Muskeln, Sehen, Knochen – ist in einer Spiralform aufgebaut. Um den Körper intelligent zu trainieren, muss die Funktionalität im Vordergrund stehen.

http://www.spiraldynamik.com/portrait/christianlarsen.htm

Aminosäuren im Sport – damit er nicht zum Mord wird

Prof. Dr. Elmar Wienecke

Die steigende Zahl an Ermüdungsverletzungen und Leistungsschwankungen gerade im Leistungs- und Spitzensport ist bedenklich. Viele glauben, nur weil sie sich viel Bewegen, könnten sie sich bei der Ernährung alles erlauben. Die Wahrheit ist, dass der Schlüssel zur wirksamen Verletzungsprävention in physiotherapeutischen Maßnahmen, optimierter Ernährung und gezielter Mikronährstoffzufuhr liegt.

http://www.saluto.de/

Hormone – Gehirn & Neurogeneration

Univ. Prof. DDr. Johannes Huber

Der Wiener Gynäkologe erklärt den Zusammenhang zwischen den Hormonen, allem voran dem Progesteron, und ihrer Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Dem Progesteron kommt eine starke neuroprotektive Wirkung zu, ein Faktum, das man bereits seit Jahren aus der Intensivmedizin kennt. Progesteron verbessert die Regeneration von Nervenzellen nach einem Trauma und wird bei Frühgeborenen zur Verbesserung der Myelinscheiden eingesetzt.

http://www.drhuber.at/

 

Das Gehirn braucht Vitamin D

Mag. Uwe Gröber

Der Apotheker und Mirkonährstoffspezialist über die Bedeutung von Vitamin D, sowohl in der Entwicklung des Gehirns als auch bei der Gesunderhaltung. Studien zeigen, dass ein Vitamin D Mangel bei Schwangeren, Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung des Ungeborenen hat. Vitamin D Supplementierung wirkt positiv bei ADHS und steigert neuroregenerative Signalwege (BDNF). Vitamin D zeigt bessere Wirksamkeit, wenn es täglich eingenommen wird, und nicht nur einmal wöchentlich.

 

Sonntag 17.04. 2016

 

Menschenstopfleber: Die verharmloste Volkskrankheit Fettleber

Prof. Dr. Nicolai Worm

Die nicht-alkolholinduzierte Fettleber (NAFLD) ist die häufigste Lebererkrankung in den Industrieländern und ist ein unabhängiger Faktor für Herz-Kreislauferkrankungen. NAFLD ist eng mit Insulinresistenz und dem metabolischen Syndrom verbunden. Mit steigenden Übergewichtsraten auch bei Kindern, wundert es nicht, dass man diese Fettleber bereits bei Kindern feststellen kann.

http://www.nicolai-worm.de/

Kognitive Fähigkeiten – generieren und erhalten mit Omega-3

Prof. Dr. Clemens von Schacky

Die optimale Funktion des Gehirns erfordert eine optimale Struktur, eine optimale Blutversorgung und die Abwesenheit von entzündlichen Prozessen. Die Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA spielen in diesen drei Bereichen eine zentrale Rolle. Gewisse Störungen der Hirnleistung (ADHS, Depression, Demenz) sind mit einem erniedrigten Omega-3 Index assoziiert. In ausreichend hohen Dosen, haben Omega-3 Fettsäuren (DHA und EPA) positive Effekte gezeigt.

http://www.omegametrix.eu/

Umweltgifte und Hirnstoffwechsel

Dr. med. Kurt E. Müller

Die Einflüsse der Umwelt auf die Synthese und deren Bioverfügbarkeit von Neurotransmittern, Zytokinen und Hormonen haben in jüngerer Vergangenheit mehr Beachtung gefunden. Das Gehirn, mit seinem hohen Fettanteil, bindet Gifte besonders gut und ist oft das „Endlager“ giftiger Substanzen. In eigenen Studien konnte Dr. Müller feststellen, dass mit Chemikalien belastete Patienten, eine deutlich verminderte Durchblutung des Gehirns sowie eine Reduktion des Glucoseaustausches in verschiedenen Arealen des Gehirns aufwiesen.

 

Vitamin D – Update 2016

Univ. Prof. Dr. med. Winfried März

Von einigen als „Hype“ abgetan, zeigt Prof. März, dass dem keineswegs so ist und der Vitamin D-Mangel eine ernst zu nehmende Gefahr darstellt. Verminderte Sonnenexposition ist der Hauptfaktor für den Vitamin D-Mangel. Obwohl  die Bedeutung von Vitamin D in erster Linie im Knochenstoffwechsel gesehen wird, ist die Funktion keineswegs darauf beschränkt. Niedriges Vitamin D ist mit Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck Infektanfälligkeit Krebs und verringerter Lebenserwartung assoziiert.  Vitamin D moduliert das Immunsystem, wirkt entzündungshemmend, senkt den Blutdruck und wirkt zusammen mit Progesteron im Gehirn.

http://www.odin-vitd.eu/

 

Rauchen und Demenz

Manfred Weck

Manfred weck leitet seit 2002 ein Seminar für Raucherentwöhnung für Firmen und Krankenkassen. Er arbeitet dabei auch mit Hypnose. Neben dem Raucher-Seminar, bietet er auch Seminare zur Gewichtsreduktion an. Bei seiner effektiven Arbeit (etwa 80 % der Teilnehmer seiner Seminare, die lediglich einen halben Tag dauern, schaffen es, von der Zigarette loszukommen) konnte er deutliche kognitive Defizite bei den Rauchern feststellen..

http://rauchfreischlank.de/

Stress: Neurodegeneration und Demenz

Prof. Dr. Alfred Wolf

Stress fördert bei entsprechender Vorbelastung die Verletzlichkeit von Neuronen. Chronischer und wiederkehrender Stress fördert die Stress-Vulnerabilität. Je nach Häufigkeit und Dichte solcher Stressereignisse, in Abhängigkeit von genetischer und epigenetischer Prädisposition, zeigen sich erst oft psychische Erkrankungen, wie Depression, Angststörungen und Suizidalität. Mit zunehmendem Alter zeigen sich auch vermehrt neurodegenerative Erkrankungen. Auf Basis dessen, ist es nicht nur wichtig die Symptome von Stress zu behandeln, sondern auch die Biomarker der Stress-Vulnerabilität zu erkennen.

http://www.yourprevention.de/

Oxidativer Stress, 4-HNE und Entzündung bei der Demenzentwicklung

Dr. med. Dirk Lemke

Oxidativer Stress und chronische Entzündungsprozesse (silent inflammation) scheinen bei der Entstehung von Demenz eine große Rolle zu spielen. Doch was sind die Hauptverursacher von oxidativem Stress? Die Überladung mit Zucker und der hohe Konsum von entzündungsfördernden Pflanzenfetten dürften hier einen nicht zu unterschätzenden Beitrag leisten. Besondere Aufmerksamkeit kommt hier der Linolsäure zu. Die Linolsäure ist höchst anfällig für Oxidation . Es entstehen giftige Oxidationsprodukte, wie das 4-Hydroxynonenal (HNE).

 

Wovon lebt unser Gehirn

Dipl. oec.troph. Ulrike Gonder

Das Gehirn besteht zu 60% aus Fett (in der Trockenmasse), und somit verwundert es nicht, dass Nahrungsfette eine wichtige Rolle bei der Gehirngesundheit spielen. Das Gehirn braucht Zucker – so das Credo. Das das ist nicht die ganze Wahrheit. Die Neuronen verwenden auch gerne Laktat, die Astrozyten, können auch Fettsäuren nutzen. Die wichtigste Rolle spielen allerdings Ketonkörper, sie können 70% des Energiebedarfs des Gehirns decken. Doch Ketone sind nicht nur Energielieferanten. Sie wirken neuroprotektiv, antioxodativ und entzündungshemmend.

Da viele Risikofaktoren für Alzheimer ernährungsbedingt sind, kommt der Ernährung eine nicht zu unterschätzende Bedeutung in der Vorbeugung und Therapie zu.

http://www.ugonder.de/

 

Von der Allianz gegen die Demenz hin zur Allianz für eine gesunde Region

Prof. Dr. med. Jörg Spitz

Prof. Spitz sieht als Resümee des Kongresses, auch mit Hinblick auf die erdrückende Studienlage, in der Demenz kein altersbedingtes Schicksal, sondern allem voran eine Stoffwechselerkrankung, die durch unseren nicht mehr artgerechten Lebensstil ausgelöst wird. Er sieht somit, dass ein effektiver Therapieansatz die Beseitigung der Stoffwechselstörung durch Lebensstilmaßnahmen als Fokus haben muss.

In seinem Plädoyer für eine Allianz gegen Demenz, spricht er sich stark für eine intensive Zusammenarbeit der verschiedenen, die Prävention vermittelnden Institutionen in der Gesellschaft aus und stellt sein neu entwickeltes Konzept des „Regionalen Gesundheitsmanagements (RGM) vor.

Akademie für Spitzenprävention

https://spitzen-praevention.com/

 

Kongress für menschliche Medizin 2017

Schwerpunktthema: Krebs

AMM

 

 

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Julia Tulipan ist Biologin (Mag.) und Personal Fitness and Health Trainer (Dipl.) und schreibt für verschiedene Online-Magazine und für ihr eigenes Blog paleolowcarb.de vor allem zu den Themen gesunde und artgerechte Ernährung und Bewegung. Julia hat selbst lange mit ihrer Gesundheit gekämpft. So wurde ihr Interesse an gesunder Ernährung geweckt. Seither hat sie sich mit Low Carb und der Paleo-Ernährung Stück für Stück mehr Lebensqualität zurück erkämpft. Heute verhilft sie auch als Food-Coach und Personal Trainerin anderen zur Topform. Von Julia kannst Du Dich hier individuell beraten lassen.
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